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A
ls Oppositionspolitikeri st H.-C.S trache
sehr erfolgreich,a beri rgendwannw ill man ja
nichtn ur gegen allesu nd
jedess ein, sondern auch
mitgestalten, also Regierungsverantwortung tragen.
Wasdas betrifft,sowird
das Jahr 2015 mit vier
Landtagswahlenf ür Strachewohldas Jahr derEntscheidung. Gewählt wird
in Wien, derS teiermark,
Oberösterreich,s owie im
Burgenland, undi na llen
vierB undesländern sollten die Blauenpunkten.
B
eginnt man beiW ien,
so könnte Strachea ls
FPÖ-Chef einen politischen Umsturzder besonderen Arts chaffen. Gelingt es ihmn ämlich,
„angfressene“ Sozisd azu
zu bewegen, stattRot diesmal Blau zu wählen, dann
ist wie im Lotto allesmöglich.A ls Beweisd afür
muss man nurd as wöchentliche„ Krone“-Umfrage-Barometer
von
„Unique Research“f ür
Wien hernehmen, wo die
grüne VizebürgermeisterinVassilakou dramatisch
schlechtbewertet wird.
D
er Grund dafür sind
Sozis, denen die rotgrüne Koalition in der
Bundeshauptstadt im Allgemeinen undV assilakou
im Besonderen schon nach
kurzer Amtszeits chwer
am Weckergegangen ist.
Resümeef ür die WienWahl 2015: Wenn Strache
beidiesenverärgerten Roten punkten kannund zugleich viele SPÖ-Sympathisanten
die
Wahl
schwänzen, dannb ekommt die FPÖm ehr als
30% derStimmen, undbei
derW iener SPÖi st der
Teufellos.
Z
weites Hoffnungsgebietf ür Strachei st die
Steiermark, wo für die
Landtagswahl2 015 ein
politisches Erdbebenv orausgesagtwird. EinErdbeben, das denB lauenz umindest eine Verdoppelungihres Stimmenanteils
von 2010 auf mehr als 20%
bringen dürfte. Ob es für
eine
Regierungsbeteiligung reicht, ist allerdings
fraglich.S PÖ undÖ VP
werden zwar verlieren,
dürften aberz usammen
mehr als 50% derS timmenbekommenund in der
Steiermarkw iedere ine
Regierungskoalition ohne
FPÖbilden.
B
leibt noch Oberösterreich,u nd da scheint
ÖVP-Landeshauptmann
Pühringer unangefochten
Platz1zu verteidigen.
Falls er doch einen Koalitionspartner braucht, werdene ss elbst dannw ieder
die Grünen sein,wenn die
FPÖihre 15% vom letzten
Mal verbessern kann.
C
hancen, in eine Landesregierung einzuziehen, hatd ie FPÖa m
ehesten im Burgenland.
Dorth at derp opuläre
SPÖ-Landeshauptmann
Niessl eine Zusammenarbeit mit denB lauenn icht
ausgeschlosssen, ob er sie
als
vorprogrammierter
Wahlsieger
wirklich
braucht, ist noch offen.
U
nd was heißt das für
Strache? Gewinne für
die FPÖinallenvierBundesländern, möglicheR egierungsbeteiligungi m
Burgenland, sonst werden
ihmw ahrscheinlich die
Türen vor derN ase zugeschlagen.
Bleibt
als
„Trost“d ie Nationalratswahl2 018, und2 015 war
halt einProbegalopp ...
Vo rentscheidung:
Straches FPÖ bei
4Landtagswahlen
am Prüfstand
e Euro-Zone enttäuscht
Biszum Jahreswechsel
ist die Industrieinder Euro-Zonekaum vom Fleck
gekommen. Produktion,
Aufträge undB eschäftigung bliebeni mD ezemberw eitgehend unverändert. „Die Industried er
Euro-Zonedurchlebteeine weitgehende Stagnation“, sagtM arkit-Chefökonom Williamson.
Die Arbeitslosenquotei st
damit auf 10,2P rozent gestiegen. Dennoch erklärtder
–n ach seinem Unfall weiter
im AKH liegende–Sozialminister Rudolf Hundstorfera mF reitag, dass die heimischeS ituation im Vergleich mit anderen EU-Ländern „noch eher günstig“
sei. Auch die Jugendarbeitslosigkeit seii nÖ sterreich
mit zehn Prozent gegenüber
derEU-Quotevon 21,6Prozent „vergleichsweise gut“,
sagtH undstorfer. Stärker
gestiegen ist allerdings die
Arbeitslosenzahl beid en
Menschen über50Jahre.
Hundstorfere rklärtz u
dieserE ntwicklung, dass
nun„ einu mfassendes Maßnahmenpaketf ür 2015 notwendig“s ei.E inew ichtige
Rolle für das Wirtschaftswachstum spiele die Steuerreform undeinerascheUmsetzung desW ohnbauprogramms. In denkommenden
fünfJahren sollenmit einem
Investitionsvolumenvon 6,5
MilliardenE uro3 0.000
Wohnungen gebaut werden.
FPÖ-GeneralH erbert
Kickl meint, die „hoheA rbeitslosigkeit ist hausgemacht“.U rsachen seiend ie
„schrankenlose Zuwanderung, Überbürokratisierung
unddie hohen Steuern“.
Wien. –E rneut unerfreuliche Nachrichten vom Arbeitsmarkt. Ende Dezember waren in Österreich
455.831 Menschen ohne Beschäftigung. Das ist –i m
Vergleich zum Jahr davor –eine Steigerung von 6,5 Prozent .Damit ist schon jeder Zehnte auf Jobsuche.
Schon jeder Zehnte
ist auf Arbeitssuche
Bereits 455.831 Österreicher ohne Job
Sozialminister
Hundstorfer
sieht die Lage im EU-Vergleich
„noch eher günstig“. Für FPÖGeneral Kickl (oben) ist die Arbeitslosigkeit hausgemacht.
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aufkrone.at
Fotos: Horst Einöder/www.flashpictures.at

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